Donnerstag, 9. Februar 2017

Das Ende der Dieselstraße

09.02.2017 Dieselstraße Bruckhausen

27.07.2012 Dieselstraße Bruckhausen

23.10.2008 Dieselstraße Bruckhausen

Dienstag, 14. Juni 2016

Duisburg 2027 - Unsozialer Wohnungsbau in Duisburg - ein Konjunkturprogramm für Investoren

DUISBURG 2027- Unsozialer Wohnungsbau in Duisburg - ein Konjunkturprogramm für Investoren 

von Katrin Gems und Jens Schmidt

Seit Jahren verschärft sich die Wohnungsnot in den Ballungsräumen, die Mieten in boomenden Städten werden für Menschen mit geringem bis mittlerem Einkommen immer schwerer erschwinglich. Der Zustrom vieler Flüchtlinge macht es erforderlich, dass in kurzer Zeit viel Wohnraum bereitgestellt wird. Doch während im Duisburger Süden Grünflächen im großen Maßstab neuen Einfamilienhäusern für Besserverdienende weichen sollen, lässt man im Norden der Stadt die wertvolle Bausubstanz der Kaiserzeit verfallen, um sie schließlich als „Schrottimmobilien“ zu deklarieren und abzureißen.

Zur pdf-Datei: Duisburg 2027 - Unsozialer Wohnungsbau in Duisburg

Montag, 7. Dezember 2015

Artikel "Schluss mit grüner Wiese" in der Welt und weitere Abrisse in Duisburg-Laar

"Die Ankündigungen klingen wie Kriegsberichte. "Wohnungsbauoffensive in NRW: Strategie für fast 120.000 neue Wohnungen. Flächenbedarf von fast 2500 Fußballfeldern." Ganz ungeniert wird hier unter dem Vorwand der Flüchtlingskrise ein Ressourcenverbrauch propagiert, der in krassem Gegensatz zu allen guten Sitten in Städtebau und Raumordnung steht. NRW-Bauminister Michael Groschek (SPD) sagt dazu: "Wir richten unsere Strategie konsequent auf den Wohnungsneubau aus, sowohl den geförderten als auch den frei finanzierten."

Lediglich 80.000 Wohnungen sollen im Bestand entstehen – also dort, wo schon Gebäude und Infrastruktur vorhanden sind und nur noch hergerichtet werden müssen. Kein Wort darüber, dass allein im Ruhrgebiet laut Zensus 325.000 Wohnungen leer stehen.

Keine noch so leise Kritik auch an der Baupolitik in Städten wie Duisburg, wo noch immer Altbauten blockweise abgerissen werden, um Platz für Straßenbegleitgrün zu schaffen. Und die Neubaueuphorie des Ministers hat einen einfachen Grund: Groschek kommt selbst aus der Immobilienbranche. Und die Instandsetzung bestehender Gebäude ist für dieses Gewerbe wenig lukrativ." 

Schreibt Dankwart Guratzsch heute in der "Welt".



Währenddessen geht die Abrisspolitik in Duisburg mit Unterstützung des Bauministeriums NRW fröhlich weiter, nun ist Duisburg Laar an der Reihe, über dessen Dächern ein neues Drahtwalzwerk des Konzerns Arcelor Mittal entsteht. 

Abriss der in der Friedrich-Ebert-Straße in Laar am 07.12.2015